
Hebammen erleben Familien in Situationen, die ungefiltert, intensiv und manchmal auch herausfordernd sind. Genau das fasziniert Nadine Ueberwasser an ihrem Beruf.
Seit dem 1. Juli 2026 ist Nadine Teil von Baby im Bauch und begleitet Frauen und Familien durch Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Gemeinsam mit Erika, Mela und Verena gehört sie zum Team Geburtsbegleitung und ist sowohl im Geburtshaus am Mülibach als auch bei Geburten im Spital Interlaken und in der ambulanten Wochenbettbetreuung tätig.
Für Nadine ist es das Schönste, Familien ein Stück auf ihrem Weg begleiten zu dürfen. Von der ersten Überforderung nach dem positiven Schwangerschaftstest – «Oh, wir sind schwanger» – bis zur Geburt erlebt sie mit, wie sich vieles verändert und nach und nach mehr Ruhe und Vertrauen entsteht.
Dabei geht es ihr nicht darum, für Familien Entscheidungen zu treffen. Vielmehr möchte sie gemeinsam herausfinden, was jede Familie braucht und welche Möglichkeiten innerhalb ihres eigenen Handlungsspielraums liegen.
Die Eigenkompetenz von Frauen und Familien zu stärken, ist für Nadine ein zentraler Bestandteil ihrer Arbeit. Auch Überforderung darf dabei Platz haben. Sie gehört für Nadine zum Prozess dazu und kann eine Möglichkeit sein, Neues zu lernen, Vertrauen aufzubauen und gemeinsam zu wachsen.
Dieses nahe Dabeisein empfindet sie als grosses Privileg. Gerade bei Geburten schätzt Nadine Momente, in denen nicht viel getan werden muss – sondern es genügt, aufmerksam präsent zu sein, Vertrauen zu geben und den natürlichen Prozess seinen Weg gehen zu lassen.
Nadine absolvierte ihr Hebammenstudium an der Berner Fachhochschule und arbeitete anschliessend im Spital Emmental in Burgdorf. Danach wechselte sie ins Geburtshaus Maternité Alpine in Zweisimmen. Ihr Masterstudium in Hebammenwissenschaften an der Fachhochschule Salzburg hatte sie bereits während ihrer Zeit im Spital begonnen und schloss dieses während ihrer Tätigkeit im Geburtshaus ab. Anschliessend übernahm sie dort zusätzlich die Verantwortung für das Qualitätsmanagement.
Stillstand passt ohnehin nicht besonders gut zu Nadine. Sie beschreibt sich selbst als wissensdurstig und liebt es, neue Erkenntnisse in ihre Arbeit aufzunehmen und mit Bewährtem zu verbinden.
Genau diese Mischung aus Erfahrung, Neugier und Offenheit bringt sie nun zu Baby im Bauch. Besonders schätzt sie dabei die Vielfalt der Begleitung: Schwangerschaftskontrollen, Geburten im Geburtshaus am Mülibach oder im Spital Interlaken sowie ambulante Wochenbettbesuche gehören zu ihrem Alltag.
Auch privat darf bei Nadine gerne etwas laufen. Bewegung gehört fest zu ihrem Alltag: Sie praktiziert regelmässig verschiedenste Sportarten und ist am liebsten draussen in der Natur unterwegs – nicht mit dem Fokus auf ein bestimmtes Rennen oder eine Bestzeit, sondern auf gemeinsame Erlebnisse mit tollen Menschen.
Ebenso gerne steckt sie ihre Hände in die Erde. Im Garten wird gepflanzt, ausprobiert und gewühlt – und was wächst, landet später möglichst in der Küche. Neue Rezepte ausprobieren und gutes Essen gehören für Nadine genauso dazu.
Für ihre Zukunft hat sie bereits ein ziemlich konkretes Bild: Wenn sie einmal alt und pensioniert ist, möchte sie am liebsten wie eine italienische Nonna sein, bei der immer Menschen am Tisch sitzen, miteinander plaudern und auch in schwierigen Zeiten ein offenes Ohr finden.
Das passt ziemlich gut zu ihr: Im Privatleben darf viel passieren, Neues entstehen und Bewegung drin sein. Und gleichzeitig kann sie bei einer Geburt genau das Gegenteil geniessen – einfach da zu sein und den Moment wirken zu lassen.
Nadine beschreibt sich selbst als aufgeweckt, achtsam, strukturiert und hilfsbereit.
Mit ihrer Erfahrung aus Spital und Geburtshaus, ihrem wissenschaftlichen Hintergrund und ihrer grossen Freude an der persönlichen Begleitung von Familien bringt sie viel Fachwissen und gleichzeitig viel Menschlichkeit zu Baby im Bauch.
Schön bist du da, Nadine.